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Jill und ihre Musik

Die gebürtige Neuseeländerin Jill Rogoff lebt in Jerusalem. Mit einem wachsenden internationalen Ruf der sensiblen Interpretation traditioneller Musik, erkundet ihre unverkennbare klare Mezzosopranstimme ein ungewöhnlich breites Repertoire, von lyrischen Liedern, Balladen und anderen Genres von den britischen Inseln – bis zu Material aus den Tiefen der keltischen Tradition (in den Originalsprachen) und eine Auswahl zeitgenössischer Darbietungen. In den letzten Jahren begann sie außerdem, ihr Programm mit mittelalterlicher und Renaissancemusik zu bereichern. Ihre Interpretation traditioneller sephardischer Musik sichert ihr erheblichen Respekt in der sephardischen Gemeinschaft. Zusätzlich schreibt sie Lieder und hat auch Gedichte in verschiedenen Sprachen vertont.

Seit vielen Jahren tritt Jill beim Jacob’s Ladder Folk Festival, dem nationalen Folkmusik-Event in Israel, auf und hat bei vielen Gelegenheiten im israelischen, amerikanischen und englischen Rundfunk gesungen. Meist singt sie Solo, hat aber auch mit Musikern in Israel und Großbritannien zusammengearbeitit. Seit 2004 begann sie mit Künstlern aus weiteren europäischen Ländern aufzutreten. Ihre Tourneen in den USA, Europa, Australien und Neuseeland waren äußerst erfolgreich. 2002-2007 hat sie auch sechsmal an dem angesehenen Abu Ghosh Vocal Festival bei Jerusalem teilgenommen.

1998 sang Jill Schubert-Lieder in einer Serie von Konzerten in Israel. Sie setzte ihre Studien der klassischen Musik mit Judi Axelrod, Neil Jenkins, Evelyn Tubb und Anthony Rooley, Poppy Holden und Margaret Peckham fort. Ihr Studium der mitelalterlichen Musik erweiterte sie in der Teilnahme an internationalen Workshops in Europa mit The Dufay Collective, Vivien Ellis, Sirinu, Shira Kammen, Mitgliedern der Boston Camerata, Marcin Bornus-Szczyciński, Oswald Hebermehl, Bari Moscovitz-Seidelman und Jiří Hodina.

Jills erstes Soloalbum Through an Open Door (1990) ist eine Sammlung von traditionellen Liedern aus England, Irland und Schottland. Ihr zweites Soloalbum The Celtic Cradle (1994) ist eine seltene und vielfältige Sammlung traditioneller Wiegenlieder. Das Album 1995 bekam von zwei der angesehensten Eltern- und Erziehungsorganisationen in den USA hohe Auszeichnungen verliehen (Gold Seal, Silver Honour Award). Die meisten Lieder sind in den ursprünglichen keltischen Sprachen gesungen (Gälisch, schottisches Gälisch, Manx Gälisch, Walisisch, Kornisch und Bretonisch). Ihre drittes Veröffentlichung ist Across the Narrow Seas (1996). Diese Sammlung konzentriert sich hauptsächlich auf Irland und Schottland, enthält aber auch Jills Fassung eines Gedichts des verstorbenen Trägers des britischen Dichterpreises, C. Day-Lewis. 2002 nahm Jill fünf neue Ladinolieder für ein Sammelalbum Dí Ke No Es Tadre auf. Es wurde kürzlich in Israel veröffentlicht und fand internationalen Beifall. Ihr viertes Soloalbum The King’s Well (2003) präsentiert einige ihrer eigenen Lieder und Gedichtvertonungen.

Auf der musikwissenschaftlichen Seite vervollständigte Jill eine einzigartige Sammlung von Jacobitischen Liedern, die 302 Lieder in Englisch, Lallans, Schottischem Gälisch, Gälisch, Manx Gälisch und Kornisch enthält. Eine Veröfflentlichung ist in naher Zukunft geplant. Ein anderes Projekt ist die Bewahrung einiger seltener traditioneller französischer Lieder.

Jill ist ein Gründungsmitglied der IFS, der nationalen Folkmusik-Gesellschaft in Israel and war ein Jahr lang Herausgeber deren monatlicher Veröflentlichung Folk Notes. Sie ist auch ein Gründungsmitglied des Nevel (des Jerusalemer Harfen-Netzwerks), gegründet 2002.

Jill steht für öffentliche und private Konzerte zur Verfügung, für Erwachsene und für Schulen – Workshops und veranschaulichende Vorträge.

Jills Visitenkarte, Schlosskapelle Böttstein, 23. Oktober, 2005

“Vielen Dank für dein wundervolles Konzert in der Kapelle Böttstein… Ich …bin absolut begeistert, wie du mit deiner sensationellen Stimme, diese alten Lieder zum Leben erweckst.”

Marburger Neue Zeitung, 15. Oktober, 2004

Der Zauber einer Stimme

jum). Wie eine Wildblume lautete das Konzertmotto der israelischen Sängerin Jill Rogoff. Und mit einer bezaubernd zarten Stimme, wie der einer Wildblume, begeisterte sie ihre Zuhörer in der Universitätskirche. Die Jüdische Gemeinde hatte Rogoff im Rahmen des Jüdischen Kulturherbstes auch in diesem Jahr zu einem Benefiz-Konzert zugunsten der neuen Synagoge eingeladen.

“Marburg. Unter sensiblem Einsatz von einer Troubadourharfe aus Jerusalem und einer Gitarre präsentierte die gebürtigen Neuseeländerin eigens komponierte, aber auch traditionelle Lieder in Hebäisch, Ladino, Englisch, Arabisch, Altprovenzalisch, Latein, Französisch, Lallands (Sprache der schottischen Lowlands) und schottischem und irischen Gälisch. Ihre klare Sopranstimme zeugte von feinfühligen interpretatorischen Fähigkeiten: Mit ihren Stimm-Variationen brachte sie ihre Gäste dazu, den fast in Vergessenheit geratenen Gesängen alter Zeiten gespannt zu lauschen. Und gerade diese alten Gesänge beinhalten das, was die Sängerin so fasziniert: die menschlichen Gefühle, die sich über Jahrhunderte nicht verändert haben.

“Poetisch berichteten die Texte von tragischen Schicksalen, wie dem Tod einer jungen Jädin bei einem Selbstmordattentat in Jerusalem oder von der Verbannung einer jungen Frau auf einen Turm auf Rhodos. Metaphern aus der Natur ziehen sich wie ein roter Faden durch die Lieder und beschrieben den Kreislauf der Natur, in dem Rosenknospen in Fülle blühen und traurig verwelken, Berge mal von Nebel umhüllt und mal von Frühlingsblumen übersäht sind und in dem ein Seemann Heimweh nach dem Meer hat.

“Ihr breites Repertoire an Balladen, Liebesliedern, lyrischen Liedern und anderen Genres der britischen Inseln und der sephardischen Tradition erarbeitete sie sich im Rahmen ihres Studiums der klassischen und mittelalterlichen Musik. Darüber hinaus ist sie Gründungsmitglied der internationalen Folkmusik-Gesellschaft in Israel und des Harfenkreises von Jerusalem.” — Juliane Martin

Badische Zeitung, 7. Oktober, 2004

1000 Jahre, stets dieselben Gefühle

Die jüdische Sängerin Jill Rogoff gestaltet mit Realschul-Achtklässlern eine Musikstunde der etwas anderen, besonderen Art

“Neustadt. Jill Rogoff holte gestern die weite Welt in den Musiksaal der Realschule. Die in Neuseeland aufgewachsene Jüdin, die seit 1979 in Israel lebt, hielt für die Achtklässler der besonderen Art.

“Die professionelle Musikerin, eine zierliche Frau mit großer Energie, kam mit Gitarre, Schoßharfe und Lied texten in etlichen Sprachen.’Jill Rogoff bringt ganz viel Einmaligkeit mit’ kündigt Lehrerin Claudia Götz an und verspricht damit nicht zu viel. An die “andere Stimme” der Künstlerin müsse man sich erst gewöhnen, schickt sie dem ersten Lied voraus, wohl wissend, dass die 14-Jährigen in aller Regel andere Musikstile bevorzugen. Doch die mehr als 60 Jungen and Mädchen der 8c und 8d, die gerade zu Jill Rogoffs “zweiter Runde” in den Musiksaal geströmt sind, hören aufmerksam zu. Ihr Gast kann in 37 Sprachen singen, erfahren sie – ungläubiges Erstaunen. Ihren Unterricht hält sie in Englisch, Claudia Götz übersetzt bei Bedarf.

“Jill Rogoff packt viel in diese zwei Unterrichtsstunden. Sie möchte ihren jungen Zuhören vermitteln, dass der Begriff Volkslieder viel mehr beinhaltet, als diese denken. Ihr Repertoire umfasst tausend Jare, sagt sie, aber die Menschen fühlen immer gleich, lassen sich immer wieder von den selben Themen berühren. Zur Gitarre singt Jill Rogoff Danny Boy, den von einem Engländer stammenden berühmtesten irischen Folksong, wie sie nachher erzählt. Ihr glockenheller Sopran lässt sofort an Joan Baez denken, die große amerikanische Sängerin der Bürgerrechts- und Friedensbewegung… Nachdenklich stimmt sie später offenbar das 2002 von Rogoff komponierte Lied Racheli, die Geschichte eines israelischen Mädchens, das Opfer einer Selbstmordattentäterin wird.

“Musik mache sie schoon ihr ganzes Leben lang, beantwortet die Künstlerin die Frage eines Schülers. Mit drei Jahren habe sie in der Familie zu singen begonnen. Zwei Jahre Klavierunterricht, ein paar Monate Stimmtraining- ein Studium brauchte die Israeli nicht, um ihren ganz eigenen Stil zu entwickeln.”– Annemarie Zwick

Südkurier, 5. Oktober, 2004

Botschafter in alten Sprachen

Außergewöhnlichen Konzert mit Jill Rogoff — Mittelalterliche Balladen bis Eigenkompositionen.

“Zu einem außergewöhnlichen Konzert in der Lorenzkirche konnte Kantor Helmut Franke am Sonntag rund 100 Besucher begrüßen. Die gebürtige Neuseeländerin Jill Rogoff, die seit 1979 in Jerusalem lebt, bot ihrem Publikum einen Einblick in ihre Wandlungsfähigkeit als Sängerin. Vor allem die Begabung der Künstlerin, Texte in Sprachen wiederzugeben, die überwiegend einer längst vergangenen Zeit angehören, zeigt Wirkung auf das Publikum.

“Geradezu faszinierend war der a-capella-Gesang, bei dem die Breite des Stimmumfangs voll zur Geltung kam. Geradezu mystisch wirkten die leisen Töne, kaum vernehmbar, doch von einer Reinheit durchdrungen, die die hohe Professionalität der Künstlerin unterstrich. Zur Begleitung setzte Jill Rogoff Gitarre, keltische Harfe und zart klingende Schellenglocken ein. Es spielte keine Rolle, welches der Instrumente eingesetzt wurde die Künstlerin überzeugte immer wieder von Neuem mit akzentuierten Rhythmen, mit denen ihr Gesang im Tonumfang und Lautstärke einherging. So verstand es Jill Rogoff, ihren Liedvorträgen eine theatralische Spannung zu verleihen. In Racheli, einer Eigenkomposition, beschreib sie den Tod einer Freundin ihrer Tochter, die mit 17 Jahren bei einem Selbstmordattentat einer 16-Jährigen ihr Leben verlor. Unschwer zu erkennen waren dabei Gefühlsregungen bei Jill Rogoff bei der Beschreibung des Lebens der Getöteten. Auch das Publikum lebte dieses unglückselige Zeitzeugnis andächtig mit.

“Diese Botschaft erreichte das Publikum, genauso wie die Gesänge der Troubadoure aus dem 12. Jahrhundert in alt-provenzalischer Sprache. So liegt auch eine der Stärken bei Jill Rogoff in ihrer Gabe, in über 20 Sprachen ihre Lieder auszudrücken. Es spielt keine Rolle, ob sie in Walisisch, irischem Gälisch, Jiddisch, Hebräisch, in schottischem Gälisch, in Ladin, Englisch oder der schottischen Sprache Lallands singt. Ihre Lieder erstreckten sich über mittelalterliche Balladen, über 1000 Jahre alte heidnische Liedern bis hin zu Liedern von Frieden und Harmonie unter den Kundeen und zwischendurch vom Heiraten.” — Werner Müller

Der Schwarzwälder Bote, 5. Oktober, 2004

Frau mit musikalischem Charisma

In der Stimme von Jill Rogoff schwingen ferne Sprachen mit

“St. Georgen. “A world in one voice” — das ist Jill Rogoff. Bei ihrem Auftritt in der Lorenzkirche bewies sie musikalisches Charisma. In ihrer Stimme schwingen ferne Sprachen, Länder und Jahrhunderte mit.

Da begegnen sich Orient und Okzident, verschmelzen alte jüdische und englische Dialekte. Da wird ein Kulturkreis eröffnet, der dem Zuhörer bislang verborgen war.

Was sie auszeichnet ist die bestechende Schlichtheit, die klare musikalische Aussage, die den Zuhörer anspricht. Texte werden durch ihre Moderation und den Programmzettel deutlich. Das Herz aber wird durch die empfindsame Vermittlung von Instrumenten und Stimme erreicht.

:D er Mezzo-Sopran ist mit geradezu vornehmer Eleganz ausgestattet. Der Klang der Stimme schwebt nuancenreich in die Halle der Kirche. Überhaupt ist die ganze Erscheinung der Künstlerin ein Erlebnis geradezu exotischer Natur. Mit Grandezza kann sie im Alt-Provenzalisch, das spanische Anklänge hat, die Zeit der Troubadoure mit Reis Glorios lebendig werden lassen oder den Traum von Renaissance in The Three Ravens herüber wehen lassen. Ihr musikalischer Ursprung liegt in den jüdischen Sprachen der Sepharden und Ashkenasim. Und auch der Slang der Stedtl, das Jiddisch, das in den Ghettos des Mittelalters entstand mit deutschen, slawischen oder anderen Einflüssen, beherrscht sie überzeugend. Sie legt Seele in die Lieder, wie Schlof, mayn Feygele oder in ihre Eigenkomposition Aa My Life. Ihr Racheli transportiert aktuelle Brutalität und den stillen Versuch der Versöhnung unter kontrahierenden Völkern. Ein moderner Song, der unter die Haut geht.

“Beeindruckend auch die Vorträge aus dem keltischen, irländischen, schottischen und englischen Sprachraum,wobei es schwer wird, einen Vorrang einzuräumen. Nicht zu vergessen die eigene Instrumentalbegleitung mit 22-saitiger Schoßharfe, Gitarre und Mini-Tschinellen. Alles macht Jill Rogoff mit Überzeugung und innerem Ernst.” — Siegfried Kouba

Marburger Neue Zeitung, 13. Mai, 2003

Traditionelle Musik am Leben gehalten

“Marburg. Unter dem Motto ‘Nimm mich unter deine Schwingen’ beflügelte die gebürtige Neuseeländerin Jill Rogoff am Samstag Abend in der Marburger Universitätskirche ihre Zuhörer mit Liedern aus Israel und aller Welt. An dem zugunsten des neuen Kulturzentrums der Jüdischen Gemeinde veranstalteten Abend präsentierte sie eigene und traditionelle Kompositionen in Hebräisch, Ladino, Jiddisch, Englisch, Walisisch, Gälisch, Alt-Französisch und in einem kurdischen Dialekt.

“Ihre klare Sopranstimme bestach durch bezaubernde Unaufdringlichkeit und zeugte von Jill Rogoffs äußerst sensiblen interpretatorischen Fähigkeiten: Mit weichem Vibrato und gekonnt eingesetzten Stimm-Variationen und Verzierungen brachte sie ihre Gäste dazu, den fast in Vergessenheit geratenen geheimnisvollen Gesängen alter Zeiten gespannt zu lauschen.

“Dabei hielt sie freundlichen Augenkontakt, als singe sie für jeden Einzelnen persönlich. Gefühlvoll wechselte sie je nach Herkunft der Lieder das Instrument und unterstrich ihren Gesang mit einer Troubadourharfe aus Jerusalem oder der Gitarre.

“Ebenso berührend waren die mal gewitzt und spitz, mal mythisch und poetisch formulierten Texte, die von tragischen Lebensschicksalen, Trauer, den Sirenen, Frieden, verflossener und romantisch gelebter Liebe berichteten: “Ich habe Mandelbäume gepflanzt, zu Ehren deiner grünen Augen; gestatte mir, den Hof zu machen, Lady, oder ich werde sterben” verkündete da beispielsweise ein junger Mann auf Ladino.

“Das breite Repertoire an Balladen, lyrischen Liedern und anderen Genres des Balkan, der britischen Inseln, der keltischen und sephardischen Tradition erarbeitete sie sich im Rahmen ihrer Studien der klassischen und der mittelalterlichen Musik mit Forschern von internationaler Bedeutung. Darüber hinaus ist sie Gründungsmitglied der internationalen Folkmusik-Gesellschaft in Israel und des Harfenkreises von Jerusalem, wo sie heute auch lebt.

“Dort trat sie bereits bei einigen der wichtigsten Folk-Festivals und im Radio auf, erhielt nationale Auszeichnungen und unternahm im vergangenen Jahr zwei erfolgreiche Tourneen durch die USA. Rogoff veröffentlichte bereits einige CDs wie The Celtic Cradle, Across the Narrow Seas und Dí Ke No Es Tadre. Zur Zeit stellt sie ihr neues Soloalbum The King’s Well fertig, plant das Album The Voice of the Wanderer und führt ihre Erforschungen traditioneller, paraliturgischer jüdischer Musik in Italien fort, um sie für die Nachwelt lebendig zu halten. Diese Lebendigkeit ließ sich am Samstag Abend erspüren und faszinierte die Herzen der Zuhörer.” — Juliane Martin

Jills Konzertprogramme

Calling Card [Jills Visitenkarte] — In diesem Programm präsentiert Jill eine Auswahl aus den unterschiedlichen Musikgenres eine einmalige Kombination von traditioneller Musik aus verschiedenen Kulturen (besonders keltische, britische, sefardische), mittelalterliche Lieder, eigene Lieder und Vertonungen von Gedichten. Jills tiefes Interesse an mannigfaltigen Sprachen und Kulturen spiegelt sich in ihren Liedern wider, die sie in Englisch, Ladino (Judeo-Spanisch), Latein, Hebräisch, Wallisisch, schottisches Gälisch und Altprovencalisch singt. Sie nimmt ihr Publikum auf eine Reise durch eine Welt von Erfahrungen und Emotion mit, die es bewegen und bereichern werden.

The King’s Well [Des Königs Quelle] — Jill bringt ihre eigenen Lieder und Vertonungen von Gedichten in verschiedenen Sprachen (Englisch, Ladino, Hebräisch und Französisch) zur Aufführung. Obwohl sie schon etliche dieser Lieder in vergangenen Konzerten gesungen hat, ist dies die erste Möglichkeit für das Publikum, diese persönliche Seite ihres Repertoires als eigenständiges Programm zu hören. Ob sie sich selbst auf der Gitarre oder der Harfe begleitet, oder a cappella singt, erlaubt Jill den Zuhörern einen Blick in ihr Herz, wenn sie von Familie und Freunden und der Reise ihrer Seele singt. Ihre Auswahl von Gedichten aus einem breiten Spektrum von Zeiten und Orten ergänzt diese privaten Einblicke durch die unterschiedlichen Stimmungen. Dies ist eine bewegende Erfahrung.

Der leuchtende Kreis der Liebe — Dieses Programm zeigt Jills langjährige Liebe für und Interesse an Poesie und alten Balladen. Unter den vorgestellten Dichtern vom 18. bis 20. Jahrhundert sind Robert Burns, Sir Walter Scott, Thomas Moore, William Butler Yeats und John Masefield. Die Balladen, unter ihnen Stücke in Französisch und Ladino, reichen vom Mittelalter bis zur neueren Zeit. Einige Melodien sind traditionelle, während andere erst in neuerer Zeit von Sängern aus aller Welt kreiert wurden. Jills neue Harfearrangements für einige der Stücke enthüllen die zwischen den Zeilen verborgenen Gefühle dieser ehrwürdigen alten Texte. Aber keine Angst: einige der Lieder haben ein Happyend! Ein magischer Abend!

Leuchtender Stern, höre meinen Ruf! Tradition und Ritual auf den britischen Inseln — Ursprünglich für das renommierte Abu Ghosh Vocal Festival außerhalb Jerusalems zusammengestellt, zeigt dieses Programm die Dimension von Jills musikalischer Versenkung in die Kultur der Britischen Inseln. Vorwiegend in unterschiedlichen keltischen Sprachen (Gälisch, schottisches Gälisch, Wallisisch und Manx Gälisch) aber auch in Englisch, stellt Jill ihrem Publikum ein wunderbares und bewegendes Bouquet musikalischers Stile vor, vom paraliturgischen Gesang bis zu Liedern über alltägliche Aktivitäten. Auf dieser zauberhaften Reise begegnen uns unschuldige Mädchen vom Land, leidenschaftliche Liebhaber, hart arbeitende Männer und religiöse Persönlichkeiten. Zugleich erfahren wir von unterschiedlichen Glaubensrichtungen (Christentum, Judentum und keltische Traditionen) an verschiedensten Orten des Britischen Inselreichs.

Per Amore Cantare: Zwischen Himmel und Erde — In diesem besonderen Programm präsentiert Jill einige ihrer liebsten mittelalterlichen und Renaissance-Lieder aus vielen Ländern über das immer wieder faszinierende Theme der Liebe. Außer den mannigfaltigen Facetten der irdischen Zuneigung zeigt sie auch Aspekte der spirituellen Liebe – sowohl aus der christlichen als auch ausder jüdischen Tradition. Sie verbindet hier a cappella Gesang mit unterschiedlichen Begleitung auf ihre Troubadourharfe und anderen Instrumenten. Eine Erfahrung aus einer anderen Welt.

Rosen & Dornen: Bilder von Frauen im mittelalterlichen und traditionellen Lied — Jill stellt ihrem Publikum eine bemerkenswerte Vielfalt an Frauen vor einige von ihnen würde man sich als Schwiegertochter wünschen und anderen möchte man nicht bei Dunkelheit begegnen. Mit humorvoller Menschlichkeit macht sie uns mit ganz unterschiedlichen Frauentypen aus dem letzten Jahrtausend bekannt, durch Lieder vom Mittleren Osten bis Nordamerika: wahre und phantastische, spirituelle und irdische. Sie umspannen Zeit, Ort und Kultur in einer reichen, zum Nachdenken anregenden Mischung.

Die Stimme des Wanderers: traditionelle jüdische Musik aus aller Welt — In den letzten Jahren hat Jill jüdische Lieder aus aller Welt erforscht. Dieses Programm reflektiert ihre Reise, von den Traditionen solch weit verstreuter Gemeinden wie Polen, Rhodos, Marokko, Kurdistan und Israel, über das Paraliturgische bis zum Weltlichen, von der Poesie des Rabbi Yehuda Halevi und Haim Nachman Bialiks bis zu ihren eigenen musikalischen Arrangements und Kompositionen. Mit ihrem Gesang in Hebr&aauml;isch, Ladino, Jiddisch, Arabisch und Kurdisch nimmt Jill ihre Zuhörer mit auf einen Pfad des jüdischen Erbes, den sie noch nie gegangen sind.

Straßenkreuzung: Echos aus Spanien — In diesem faszierenden Programm präsentiert Jill Musik aus Spanien und aus dem Einflubereich Spaniens. Das Programm beginnt mit mittelalterlichen Texten, die außerhalb jüdischer Gemeinschaften wenig bekannt sind sowie mit Liedern aus den wohlbekannten christlichen Manuskripten des Llibre Vermell und der Cantigas de Santa Maria. Im weiteren fährt Jill mit der Erkundung eines reichen Spektrums spanischer Lieder fort von ihrer großartigen Blüte in der Renaissance, über ihren tiefgehenden Einfluss auf sephardische Lieder der nachfolgenden Jahrhunderte.

Winterlied — Jill endeckt, wie Menschen sich selbst und andere in den langen und kalten Winternächten in den Tagen vor der Elektrizität unterhalten und beschäftigt haben. Sie nimmt ihre Zuhörer mit auf eine Reise vom Erhabenen zum Lächerlichen, von der dunklen Seite der menschlichen Natur zu Hoffnung und Verheißung. Obwohl das Hauptaugenmerk dieses Programms auf den Britischen Inseln liegt mitsamt ihren keltischen Gemeinschaften bezieht es auch eine Anzahl anderer Kulturen mit ein. Vom Brief zur Ballade, vom Gedicht zum Klatsch, vom tausend Jahre alten Lied zum neu komponierten Folksong von einigen der besten Lieddichtern der Gegenwart.